Die Galerie Melike Bilir präsentiert im Rahmen der Off-Triennale (7. - 17. Juni 2018 / off-triennale.de)  in ihren Räumen die Ausstellung „Maswuwlia“ des preisgekrönten Hamburger Fotografen Robin Hinsch. Aufgenommen von 2015 bis 2017, untersucht die Arbeit aktuelle Veränderungen und taucht tief in die intensivsten gesellschaftspolitischen Herausforderungen unserer Zeit ein. Hinsch hat zu diesem Zweck eine vielschichtige Collage historischer Katastrophen, wie Zwangsmigration und Vertreibung, ethnische Säuberung, politische Verfolgung und Krieg zusammengestellt, die deren Verwobenheit im Rahmen der aktuellen Weltpolitik aufzeigt. Seine Reisen führten ihn von den Epizentren der erbitterten Kämpfe in Syrien und dem Irak über die Balkanroute bis nach Europa. Vor der Kulisse der verwüsteten Landschaften der Schlachtfelder der einstigen Kulturhochburg Kobane porträtiert er Schicksale: in den Ruinen ausharrende Menschen im letzten Zipfel Syriens, kurz vor der türkischen Grenze - einem Ort, in dem Zivilisation nur noch nach einem abstrakten Begriff klingt. Der Fall des Kalifats in Mosul, der einstigen Hauptstadt des IS, bewegte ihn zu der Reise nach Mosul, die sich unter anderem mit dem Gedanken der letzten Schlacht auseinandersetzt.

Er geht durch die Szenerien der Lager in Idomeni und Belgrad, wo die Hoffnung der meist minderjährigen Migranten auch bei Minusgraden nicht stirbt, bis zu den inhumanen geschlossenen Grenzen der EU. Das Zusammenstellen dieser Fotografien wurde zu einer Form der Kryptografie - einem Labyrinth der Schrecken unserer Zeit. Text: Joachim Franz Büchner
Robin Hinsch, Ausstellungsansicht, MASWUWLIA, 2018 (Foto: Jonas Fischer/OFF Doku)
 
 
Robin Hinsch, Ausstellungsansicht, MASWUWLIA, 2018 (Foto: Jonas Fischer/OFF Doku)
 
 
Robin Hinsch, Ausstellungsansicht, MASWUWLIA, 2018 (Foto: Jonas Fischer/OFF Doku)
 
 
Robin Hinsch, Ausstellungsansicht, MASWUWLIA, 2018 (Foto: Jonas Fischer/OFF Doku)
 
 
Robin Hinsch, Nineveh 2017
 
 
Robin Hinsch, Al-Qayyarah 2017
 
 
Robin Hinsch, Belgrad 2017
 
 
Robin Hinsch, Österreich 2015
 
 
Robin Hinsch, Idomeni 2016
 
 
Robin Hinsch, Rigonce 2015